BuiltWithNOF

Peter Wieland

Ein Showman, der vor allem Sänger, Musicaldarsteller, aber auch Moderator und nicht zuletzt Musikpädagoge ist.

Vor nunmehr 5 Jahrzehnten gewann er einen Hauptpreis beim gesamtdeutschen Gesangswettbewerb in Leipzig, studierte an der Deutschen Hochschule für Musik „Hanns Eisler" in Berlin und galt als außergewöhnlicher Sängernachwuchs. Nach dem Staatsexamen und dreijähriger Theaterarbeit als lyrischer Opernbariton zog es ihn mehr und mehr zum damals neuen Genre Musical und zur heiteren Muse.

Vor allem beim Rundfunk und dem damals noch jungen Medium Fernsehen engagierte er sich für die konzertante Unterhaltungsmusik.

Die Orchesterleiter Adalbert Luther beim Deutschlandsender in Berlin und Kurt Henkels beim Mitteldeutschen Rundfunk Leipzig waren seine ersten Förderer.

1957 wird aus Ralf Sauer, so sein bürgerlicher Name, Peter Wieland. Der blinde Pianist und Sänger Wolfgang Sauer gastierte zur gleichen Zeit in Ost und West, deshalb nun der Künstlername, der ihn weithin populär machte.

Es begann mit dem ersten „Palastical" „das goldene Prag" im Berliner Friedrichstadtpalast, der Peter Wieland über Jahrzehnte sowohl als Sänger als auch als Moderator einen breiten Spielraum bot. Der Rundfunk und die Schallplatte produzierten mit ihm einige hundert Aufnahmen in den Genres Oper, Operette, Musical, Schlager und Chanson. Die eigene Radio - Sendereihe „Show in Stereo", unzählige Fernsehauftritte sowie umfangreiche Tourneen durch Europa, Asien, Südamerika und die Theaterarbeit u.a. als Prof. Henry Higgins in „My Fair Lady" sorgten für große Popularität.

Eine Rundfunkmoderatorin des Südfunks Stuttgart schilderte ihn vor einiger Zeit wie folgt:

„Peter Wieland ist optisch eine Mischung aus Richard von Weizäcker und Hans Albers - und nun, liebe Hörer, können Sie sich selbst ein Bild machen".

Die Zuschauer und Zuhörer in den neuen Bundesländern haben dieses Bild längst.

Peter Wieland ist nach wie vor aktiv. Die Zeit nach der Wende brachte ihm die verschiedensten Aufgaben: Von „Gute Zeiten - Schlechte Zeiten" im Fernsehen über den „Lehrer Lämpel" im Kindermusical „Max und Moritz" am Staatstheater Braunschweig bis zum Zirkusdirektor Obolski im Musical „Feuerwerk" am Theater Annaberg.

Für seine reifen Jahre hat er in Berlin einen ganz eigenen, originellen und zu Herzen gehenden Kaiser Franz - Josef im „Weißen Rössl.." aus der Taufe gehoben. Daraus ergab sich ein Gastspiel über zwei Jahre am Theater Brandenburg. Ein weiteres Jahr Theaterarbeit in Brandenburg war durch eine Hauptrolle in der Inszenierung von Prof. Hans-Hermann Krug „Das Leben ist ein Karussell" (zum 100. Geburtstag von Eduard Künneke) bedingt.

Das Musical sieht Peter Wieland, der von seinen Fans auch liebevoll „Mister Musical" genannt wird, als seine Lebensaufgabe und da wiederum den Prof. Higgins als ständige Herausforderung.

Aus Anlass seines 50. Bühnenjubiläums kehrte Peter Wieland im Sommer 2004 zum Ort seines 1. Engagements zurück und gastierte bei den Schlossgartenfestspielen in Neustrelitz als Herzog Karl in der Weltpremiere der Operette „Königin Luise - eine Königin tanzt".

Gleichzeitig erschien eine „würdige" CD, die seine unverwechselbare Stimme in einem breiten Spektrum immergrüner- und Musicalmelodien sowie eigener Lieder erklingen lässt.

Für die stille Jahreszeit hat er eine stimmungsvolle Solo -CD eingespielt: „Weihnachtszeit - Wielandzeit" Aus gutem grund: Jedes Jahr am 1. Weihnachtsfeiertag 11.00 Uhr ist „Wielandzeit" in der MDR-Fernsehshow „Weihnachten bei uns".

Peter Wieland ist häufig mit seinem eigenen Programmen auf Tour, oft unter dem ihm lieb gewordenen Motto: „der alte Wolf ist ganz schön grau".

Wenn man genau hinschaut und hinhört merkt man, er ist auf besondere Weise jung geblieben und seine unverwechselbare Stimme auch. (nächste Seite)

[Home] [50 Jahre] [Musik] [Kontakt] [Foto]